Bauen statt büffeln: RTG-Schüler auf Junioringenieur Akademie bei Schrezenmaier

Lassen sich von Egon Schrezenmaier (l.) und Dominik Schrezenmaier (2.v.r.) einweisen: Schüler des RTG
Lassen sich von Egon Schrezenmaier (l.) und Dominik Schrezenmaier (2.v.r.) einweisen: Schüler des RTG

Westhofen. Häufig beschweren sich Jugendliche über die Eintönigkeit, mit der Lehrer heute ihren Unterricht gestalten. Der durchgenommene Stoff sei zu trocken und theoretisch veranlagt. Darüber können sich einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe acht und neun am Ruhrtal-Gymnasium in Schwerte jedoch nicht beklagen. Sie haben das Privileg, an der sogenannten „Junioringenieur Akademie“ (JIA) teilnehmen zu dürfen.

Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Telekom Stiftung im Bereich der gymnasialen Mittelstufe wird sie als Wahlpflicht-Fach angeboten. Hier finden für die Schüler regelmäßig Aktionen rund um Technik statt, bei denen sie ihr im Unterricht angeeignetes Wissen auch praktisch umsetzen können – auch oftmals außerhalb der gewöhnlichen Schulzeiten. Bereits 75 anderen Schulen in Deutschland wurde diese Auszeichnung zuteil, das RTG bietet dieses Programm seit Mai 2014 an.

Kenntnisse vermitteln

Im zweiten Halbjahr der Klasse 9 durchlaufen auch sie als Teilnehmer Angebote zum Themenbereich Kältetechnik und Platinenbau und erleben dabei viele spannende Besuche bei Museen sowie anderen Institutionen. Aktuelles Beispiel ist die Firma Schrezenmaier Kältetechnik aus Schwerte, bei der die Schülerinnen und Schüler gerade eine Praktikumswoche abhalten. Ziel dieses Projektes ist, ihnen zunächst Kenntnise zu technischen Grundlagen und dann deren Benutzung zu vermitteln. So sollen die Jugendlichen am Ende der Aktion unter anderem in der Lage sein, einen Schaltplan korrekt zu lesen, einen Lötkolben fachgerecht zu bedienen und mit Schaltplatinen bzw. ähnlichen Gerätschaften umzugehen.

Für Jonas und Finn war besonders der vorherige Einblick in den künftigen Unterrichtsstoff ein Grund, sich für die JIA zu entscheiden. „Vor allem das Programmieren hat mich interessiert, aber auch unser jetziges Thema ist spannend“, erzählt Jonas bei der Sitzung im Firmengebäude am Nachmittag. Das Ziel ist am Ende der Aufbau einer funktionierenden Kältemaschine, jetzt werden dafür die Vorarbeiten getätigt. Mitarbeiter Michele Maggio teilt den Jugendlichen in verschiedenen Gruppen ihre Aufgaben zu, dazu zählen nun unter anderem das Aufzeichnen und Abmessen der benötigten Rohrwege.

Neues ausprobieren

Finns Erwartungen haben sich gerade im Bezug auf seine Spezialisierung für einen bestimmten Bereich erfüllt: „Mein Schwerpunkt lag schon immer auf Technik, da stimmte dieses Fach natürlich sehr gut mit meinen persönlichen Interessen überein. Außerdem hat es sich stark von den anderen Fächern abgehoben, es macht Spaß, etwas Neues auszuprobieren.“

Noch sechs Termine haben die „Ärzte der Kälte“ (Firmenchef Egon Schrezenmaier) bei Schrezenmaier vor sich, dann wartet auch schon die nächste Attraktion – ein Besuch bei der DASA. Eins ist jedenfalls sicher: Die Begeisterung junger Menschen für das Berfusleben von Ingenieuren wird dadurch auf jeden Fall geweckt. Ein weiteres Beispiel für gutes Engagement von Schulen, um den Weg für eine frühzeitige Förderung individueller Kompetenzen zu ebnen.

Quelle: http://blickwinkel-schwerte.de/bauen-statt-bueffeln-rtg-schueler-auf-junioringenieur-akademie-bei-schrezenmaier/

Audio-Kommentar von Dominik Schrezenmaier

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